Welches „Gesundheitssystem“ wünschst Du Dir?

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.

Hippokrates von Kos, ca. 460 – 370 v. Chr.

Ich habe mich immer sehr, insbesondere beim Thema Gesundheit, für Eigenverantwortung, Meinungsvielfalt und -freiheit eingesetzt. Aktuell stoße ich jedoch immer häufiger auf Veröffentlichungen, die mir die Sprache verschlagen. Was dort in einer fatalen Kollaboration verschiedener Interessengruppen und Medien abläuft, schreit zum Himmel.

Worum geht es?

Ausgerechnet die Grünen, die zur Zeit der Ampel-Regierung (also als Koalitionspartner) Anfang 2024, wie vermutet wird, noch gegen eine entsprechende Vorlage des damaligen Gesundheitsministers Lauterbach stimmten, haben auf ihrem Parteitag im November 2025 in Hannover beschlossen, dass Homöopathie keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen mehr sein soll.1 
Inzwischen liegt auch ein entsprechender Gesetzentwurf der schwarz-roten Bundesregierung zur Reform der gesetzlichen Krankenkassen2 vor, wonach insbesondere homöopathische und anthroposophische Therapien aus der Versorgung gestrichen werden sollen,3 obwohl erst 2024 über 200.000 Menschen erfolgreich eine Petition zum Erhalt eben dieser als Satzungsleistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unterstützt haben.4
Das Einsparungspotenzial dieser Maßnahme wird laut Gesetzentwurf übrigens auf 50 Mio. € geschätzt.5 Dies würde lediglich einen verschwindend geringen Anteil von rund 0,015 % der Gesamtausgaben der GKV ausmachen.6 Hier geht es somit also offenbar vielmehr um ein politisches Signal als um eine auch nur ansatzweise effektive Sparmaßnahme. Zumal statistisch nicht zu ermessen ist, in welcher Höhe Kosten eingespart werden, wenn Menschen komplementäre Behandlungsmethoden den wesentlich kostspieligeren aber systemisch alimentierten schulmedizinischen Therapien vorziehen. Oder umgekehrt: „Wer hier streicht, spart nicht, sondern verschiebt Kosten in teurere Behandlungen.“7

Tatsächlich steht das System der GKV finanziell am Abgrund: Für das Jahr 2025 sind Ausgaben auf dem „Rekordniveau von 336,4 Milliarden Euro“8 angefallen. Besonders in den vergangenen Jahren sind die Leistungsausgaben der GKV signifikant stärker als in den Vorjahren angestiegen (2024 um 8,2 % und 2025 um 7,71 % und somit teils mit mehr als doppelt so hohen Raten als in den Vorjahren9) – beides Entwicklungen, die zu denken geben, aber nicht überraschen.

Die Debatte um die Übernahme der Kosten homöopathischer und anthroposophischer Behandlungen durch die gesetzlichen Krankenkassen stellt nur die Spitze eines Eisbergs dar. Grundsätzlich geht es aus meiner Sicht um viel mehr, nämlich um die Frage, wie systemisch mit alternativen bzw. komplementären Heilmethoden umgegangen wird. Das Gebaren einer Vielzahl von Politkern in den vergangenen Jahren lässt Schlimmes befürchten. Es ist ja nicht nur so, dass in Deutschland in C-Zeiten alternative und belegbar wirksame (ökonomisch aber nicht interessante) Behandlungsmethoden (z. B. mit CDL) nicht nur ignoriert, sondern offensiv diffamiert und unterdrückt wurden. Es scheint vielmehr so zu sein, dass bestimmte Interessengruppen in der Lage sind, wahre Kampagnen mit teils propagandistischem Charakter zu initiieren.

Zwei Beispiele

Wer jemals in einer Apotheke war, kennt die „Apotheken-Umschau“, die in 80% der deutschen Apotheken kostenlos ausliegt. Mit einer Auflage von über 5 Mio. Exemplaren und geschätzten über 15 Mio. Leser(innen)n hat das Magazin eine erhebliche Reichweite und wird gerne auch als „Rentner-Bravo“ bezeichnet.10 In der Online-Ausgabe des Magazins findet sich anlässlich des Beschlusses des Grünen-Parteitages (s. o.) mit Datum vom 1.12.2025 ein Kommentar von A. Vahid Roodsari (Medizinredakteur) und Dr. R. Door (Humanbiologe),11 in dem die beiden Autoren klarstellen: „… dass die Krankenkassen überhaupt Homöopathie bezahlen, ist ein Fehler, der endlich korrigiert werden muss.“ Zur Begründung führen Sie „hochwertige Studien“ an, die angeblich nachweisen: „Homöopathie wirkt nicht über den Placeboeffekt hinaus.“ und schlussfolgern daraus: „Homöopathie ist gegen die Vernunft. (…) Wenn gesetzliche Kassen Homöopathie zahlen, könnte der Eindruck entstehen, dass deren Wirkung ebenso bewiesen ist wie die der evidenzbasierten Medizin. (…) Homöopathie aus dem Leistungskatalog der Kassen zu streichen, wäre ein Sieg für eine an der Wissenschaft orientierte Medizin.“12

Abgesehen von der fragwürdigen Logik dieser Argumentation … solche Parolen kommen uns doch bekannt vor!? Ist inzwischen nicht allzu deutlich geworden, dass Wissenschaften auch heute noch (lange nachdem beispeilsweise jahrhundertelang angenommen wurde, die Sonne drehe sich um die Erde, bis Kopernikus und Galileo Galilei den Irrtum korrigierten) gerade im feinstofflichen und seelischen Bereich an ihre Grenzen stoßen, und zudem gerade in ökonomisch lukrativen Zusammenhängen oftmals nicht unabhängig und frei von Partikularinteressen agieren? Ich bin absolut nicht wissenschaftsfeindlich eingestellt, aber ich postuliere Achtsamkeit und Demut vor der Schöpfung, die es insbesondere verbietet, sich selbst über die Natur und andere Sichtweisen zu erheben. Es ist doch oftmals ausgerechnet die Vielfalt und Meinungsfreiheit gewesen, die großartige Entwicklungen auch in den Wissenschaften ermöglicht hat.

Ein weiteres Beispiel richtet sich auf äußerst undifferenzierte und polemische Weise gegen die Kinesiologie. Hier kann und möchte ich meine direkte persönliche Betroffenheit nicht verhehlen, habe ich doch dank der Kinesiologie sowohl als Klient als auch als Praktizierender oftmals Zeuge überwältigender Heilungsschritte auf seelischer Ebene sein dürfen. Bei einer Recherche stieß ich vor kurzem auf den Podcast „Quarks Science Cops: Der Fall Kinesiologie“, in dessen Subtitel es heißt: „Vertreter:innen der angewandten Kinesiologie behaupten, dass ein einfacher Muskeltest alles von Lebererkrankungen bis hin zu psychischen Diagnosen aufdecken könne – eine riskante Lüge, die gefährliche Folgen haben kann.“13

Die beiden ambitionierten jungen Herren, die für diesen Podcast verantwortlich zeichnen,14 werden dem/r Leser/in bzw. Hörer/in als „Wissenschaftsjournalisten“ vorgestellt und weisen offenbar in Sachen Naturheilkunde und Heilung im allgemeinen15 keine nennenswerten persönlichen Qualifikationen oder Erfahrungen auf. Insbesondere haben sie nie selbst eine kinesiologische Sitzung erlebt, sondern sich (im offensichtlichen Interesse, die Methode zu diskreditieren) lediglich ein fundiertes Halbwissen darüber zusammengegoogelt, wie ihre Quellenangaben16 nahelegen. Sie stellen sich in Faktencheckermanier vor als „die Wissenschaftsermittler eures Vertrauens, die mit voller Härte gegen jeden unwissenschaftlichen Unsinn vorgehen“.17 Die Selbstherrlichkeit und Arroganz, die in der Sprache der beiden Autoren schwingen, mag oberflächlich als Souveränität und Sachkompetenz missverstanden werden, zeugt jedoch lediglich von naiv-arroganter Borniertheit auf unterstem Bewusstseinsniveau. Beispiel gefällig? [Kontext ist hier die Aufzählung der verschiedenen Methoden, die in die angewandte Kinesiologie eingegangen sind – alle selbstverständlich längst von den heldenhaften „Science-Cops“ gecheckt …]

„Chirotherapie: (…) weitgehend Unsinn. Ostheopathie: (…) auch in weiten Teilen Quatsch. Orthomolekulare Medizin: (…) auch Quatsch, ebenso wie die Homöopathie: Unfug! Akupunktur: (…) in der Wirksamkeit hoch überschätzt (…). Wenn man jetzt mal den ganzen Unsinn zusammenkippt und (…) noch ein bisschen Unsinn obendraufschüttet, wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass da am Ende was sinnvolles bei rauskommt?“18

Die Energie der Sprache des Podcasts hat System. Da wird (unterlegt mit Sirenengeheul und schnittiger Krimi-Musik) anhand eines Einzelfalles, in dem sich eine schwer erkrankte Patientin in eigener Verantwortung bewusst gegen eine schulmedizinische Behandlung (in den Worten der Autoren: „eine richtige Behandlung“) entschieden hatte, die völlig absurde Schlussfolgerung entwickelt: „Kinesiologie kann tödlich enden“, mit einer noch absurderen Begründung: „Denn die Kinesiologie greift auf unterschiedliche alternativmedizinische Bereiche wie die Osteopathie, die Homöopathie und die orthomolekulare Medizin zurück. Glaubhafte Wissenschaft bleibt da auf der Strecke. Die Science-Cops decken auf, um was für einen unwissenschaftlichen Unsinn es sich bei der Kinesiologie wirklich handelt.“19

Bemerkenswert ist auch, dass Ihnen ausgerechnet der ÖRR, hier der WDR mit seiner Marke „Quarks“, die Plattform bietet, solch einseitige, sachlich unhaltbare und somit verantwortungslose Informationen zu verbreiten – finanziert durch unsere Rundfunkgebühren und gesponsert von …? Auffällig ist bei Durchsicht der Podcast-Folgen jedenfalls, dass es ganz offenbar und unverhohlen darum geht, alternative Heilansätze und ihre Vertreter bzw. Befürworter systematisch und in großer Breite zu diskreditieren – die selbstherrliche Schamlosigkeit geht dabei so weit, dass die selbsternannten „Cops“ gar vom „Quarks Police Department“, von „Festnahmen“, „Verhaftungen“ und vom „Science-Cops Knast“ sprechen.20

Ich kann den beiden Autoren nur von Herzen und ganz ohne Zynismus wünschen, dass ihnen das Leben noch die Erfahrung schenkt, wie wertvoll und wirksam, ja im bestens Sinne bereichernd und lebensverändernd alternative Heilmethoden sein können. Und dass ihr Bewusstsein sich über die begrenzten Perspektiven der Wissenschaft hinaus erweitern möge.

Wer heilt hat Recht

Wie bereits gesagt, die Frage, ob Homöopathie von den GKV finanziert wird, ist die Spitze eines Eisbergs. Es geht um viel mehr, nämlich um die Frage, die schon im Titel dieses Beitrags gestellt wird, nämlich „Welches ‚Gesundheitssystem‘ wünschst Du Dir?“ Wobei die Formulierung „System“ mir selbst auf der einen Seite übel aufstößt, andererseits aber auch meinen Anspruch andeutet, dass ein Gesundheitssystem um dieser Bezeichnung gerecht zu werden offen für alle jemals als heilsam erfahrenen Wege und Methoden der Heilung und Ganzwerdung sein sollte. Unabhängig davon, ob die (in ihren Reichweiten wie bereits erwähnt eingeschränkte und zudem interessengeleitete) Wissenschaft bereits „Beweise“ für die Wirksamkeit liefern kann oder nicht – hier sollte das alte Prinzip „Wer heilt hat Recht“ gelten, und die sich daraus ergebenden zahlreichen guten Erfahrungsberichte (von den Autoren des o. g. Podcasts als „anekdotische Evidenz“ verunglimpft) ernst genommen werden.

Derzeit dominiert dieses System allerdings die sogenannte Schulmedizin samt einer stark pharmazeutisch orientierten Ausrichtung, mit der Natur abgeschauten synthetisch produzierten Wirkstoffen, die (weil unser Körper synthetische Stoffe nicht verstoffwechseln kann) oftmals gravierende Nebenwirkungen provozieren, die dann teils erneut medikamentös (mit der Gefahr weiterer Nebenwirkungen) bekämpft werden. Überhaupt ist die Blickrichtung meist die Symptombekämpfung (die häufig lediglich zu einer Symptomverschiebung führt), nicht aber die Frage nach den wirklichen Ursachen, die meiner Überzeugung nach in der Regel auf seelischer Ebene zu finden sind.21

Dabei gerät, auch angesichts der Haltung der meisten Protagonisten des aktuellen Gesundheitssystems,22 über Jahrtausende gewachsenes und erfolgreich angewandtes Heilwissen aus dem Blick bzw. wird an seiner Renaissance gehindert. Methoden, die einen sanften, naturorientierten und ganzheitlichen Weg der Heilung repräsentieren und vor allem eines bewirken: die uns gegebenen Selbstheilungskräfte anregen. Denn Heilung, auf welche Art auch immer, ist (wie bereits Hippokrates wusste) in erster Linie stets Selbstheilung. Und unser Körper mit seinem großen Informationsfeld23 weiß natürlicherweise, was es zur Heilung braucht. Anstelle des im derzeitigen „Gesundheitssystem“ vorherrschenden grobstofflichen, chemischen Zugangs präferiere ich feinstoffliche Wege zur Heilung und Ganzwerdung, samt des Bewusstseins, dass die Liebe die mit Abstand größte Heilkraft ist. Und damit bin ich nicht alleine.

Beispiel Homöopathie: In einer repräsentativen Studie des IfD Allensbach aus dem März 2023 geben 60 % der Befragten an, bereits einmal oder häufiger homöopathische Mittel angewandt zu haben, und „36 Prozent derjenigen, die bereits Erfahrungen mit homöopathischen Arzneimitteln gesammelt haben, ziehen ohne Einschränkung eine positive Bilanz, lediglich 13 Prozent eine negative. 43 Prozent berichten, diese Arzneimittel hätten ihnen „nicht immer geholfen“.“24 Die gleiche Studie belegt außerdem: „Die Mehrheit hat auch schon selbst oder in ihrem privaten Umfeld erlebt, dass die klassische Medizin an Grenzen kam, dann aber mit Naturheilkunde, Akkupunktur oder anderen natürlichen Heilverfahren geholfen werden konnte.“25 Und 54 % der Befragten sprechen sich schließlich für eine Kostenerstattung für homöopathische Arzneimittel und Behandlungen durch die GKVen aus, nur 20 % dagegen.26

Und es geht anders, wie (in Deutschland weitestgehend ignoriert) das Beispiel Großbritannien zeigt, wo in manch größeren Krankenhäusern die Patient(inn)en die Wahl haben, unterstützend von einem/r Geistheiler/in (spiritual Healer) behandelt zu werden.27 Es gibt im Königreich staatlich anerkannte Kirchen, in denen die Messen wesentlich aus Medialität in Form von Jenseitskontakten und Geistheilung bestehen. Und am staatlich als gemeinnützig anerkannten Arthur Findley College in Stansted kann man seine spirituellen Fähigkeiten wiederentdecken und weiterentwickeln. Auf dem Stundenplan stehen z. B. Medialität, Trance Healing, Schamanische Spiritualität, Trance und spirituelle Kunst, Achtsamkeit und Wohlbefinden für sensible Seelen, Spirituelle Heilung, veränderte Bewusstseinszustände und die Kunst der heiligen Präsenz und vieles mehr.28

Placebo – ich werde es gerne tun

Häufig findet man (in der Absicht, bestimmte Heilmittel oder -methoden zu diskreditieren) die Formulierung, die Wirkung gehe „nicht über einen Placeboeffekt hinaus“, so auch im oben zitierten Beitrag der „Apotheken-Umschau“. Welch fatales grundlegendes Missverständnis! Vielmehr sollte es doch heißen: Nichts ist wertvoller als die Heilkraft eines Placebo-Effekts! Denn der Placebo-Effekt ist doch, ganz der Bedeutung des Wortes getreu, nichts anderes als das Signal des Körpers, dass ein wie auch immer gearteter Heilimpuls angekommen und wirksam ist. Und umgekehrt vermittelt uns der Nocebo-Effekt, dass ein gut gemeinter Heilimpuls nicht in der gewünschten Weise wirksam ist. Unser Körper ist da ein unbestechlicher Indikator, und, um darauf noch einmal kurz zurückzukommen, zum Beispiel über den kinesiologischen Muskeltest direkt (also ungefiltert durch den Verstand) ansprechbar. Wir können den Einfluss des Verstandes übrigens indirekt gut bei Tieren beobachten, die auf alternative Heilmethoden häufig noch wesentlich effektiver reagieren als Menschen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist mir, die Eigenverantwortung jedes einzelnen Menschen für seine Gesundheit zu betonen, angefangen vom Lebensstil (Ernährung, Bewegung, Freizeitgestaltung, Psychohygiene, …) bis hin zur Wahl des Heilers/der Heilerin seines/ihres Vertrauens, egal, ob es sich um eine/n Schulmediziner/in, Heilpraktiker/in, Energiearbeiter/in oder Geistheiler/in handelt. Und diese Entscheidung sollte im Idealfall nicht von finanziellen Möglichkeiten abhängen – anders als es derzeit ist, wo das System weitgehend einseitig lediglich schulmedizinisch orientierte Methoden und Substanzen alimentiert und somit einen gravierenden systemischen Fehlanreiz setzt und erhebliche Teile der Bevölkerung von komplementären Heilverfahren ausschließt. Dass es sich auf diese Weise selbst an den finanziellen Abgrund manövriert überrascht wie bereits erwähnt nicht.

„Gesundheit ist Vertrauenssache. Und Vielfalt ist kein Widerspruch zu Wissenschaft, sondern ihre Voraussetzung.“29

Ich möchte Deine Aufmerksamkeit schließlich auf die Bürgerbewegung „Weil’s hilft! – Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam“ lenken. Sie zeigt mir, dass Menschen wie wir mit unserer Haltung und unseren Interessen nicht alleine sind und eine Stimme haben.

Ihre Haltung formulieren die Initiatoren, vereint im Bürger- und Patientenverband Gesundheit aktiv,30 im Interesse einer „Gesundheitswende“ so:

Was ist gesund? Welche Therapien stärken Menschen? Welche medizinische Versorgung brauchen wir? Welchen Beitrag können naturmedizinische Verfahren leisten? Es ist an der Zeit, diese Fragen neu zu stellen und aus Sicht der Patient:innen zu beantworten. Denn unser Gesundheitswesen ist schon seit längerer Zeit krank. Weil’s hilft! ist eine Bürgerbewegung, die eine Wende im Gesundheitssystem fordert – hin zu den Bedürfnissen und Präferenzen von Patient:innen, hin zu einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen, hin zu einem Fokus auf Gesundheit statt auf Krankheit. 

Dazu leistet die sinnvolle Verbindung von Naturmedizin und Schulmedizin, eine Integrative Medizin, einen unverzichtbaren Beitrag. Denn sie setzt voll auf die Patient:innen und bezieht sie als aktive Partner in die Behandlung ein. Eine moderne Medizin der Zukunft braucht deshalb das gleichberechtigte Miteinander von Naturmedizin und Schulmedizin – im Alltag von Ärzt:innen und Patient:innen, in der Erstattung durch die Krankenkassen sowie in Forschung und Lehre.“31

Und sie stellen aus meiner Sicht bedeutsame Fragen:

Die Plattform bietet sowohl Vorschläge, selbst aktiv zu werden, als auch immer wieder aktuelle Kampagnen, die Du mit Deiner Stimme unterstützen kannst, aktuell z. B. gegen den bereits eingangs erwähnten Spargesetzentwurf.

Ich lade Dich herzlich ein, Dich auf der Seite von weils’s hilft! zu informieren und Initiativen wie diese aktiv zu unterstützen. Denn wir sind viele Menschen, und es ist gut, wenn wir uns auf solchen Wegen Gehör verschaffen.

Gesundheit in eigener Verantwortung

Davon unberührt bleibt natürlich die Haltung, dass jeder von uns selbst für seine Gesundheit verantwortlich ist. Niemand anders wird sie uns abnehmen, im Gegenteil, wenn Schaden entsteht, wie zum Beispiel infolge der sogenannten „Impfungen“ im Kontext der sogenannten C-Pandemie vor einigen Jahren, werden die Verantwortlichen, in dem Fall sowohl diejenigen, die die Menschen systemisch dazu getrieben haben, sich „impfen“ zu lassen, als auch diejenigen, die die Substanzen hergestellt oder injiziert haben, sich ihrer Verantwortung entziehen, Zusammenhänge leugnen und Tatsachen verschleiern, genau wie wir es jetzt (zumindest in Deutschland) erleben müssen. Aber dies sollte uns wachrütteln und zeigt uns ganz viel: Du hast die Wahl, wem Du Dein Vertrauen schenkst, und die Pflicht, dies auch immer wieder zu überprüfen. Ich lade Dich ein, stets zuallererst Deiner Intuition zu folgen. Ich weiß, die öffentlichen Angstkampagnen machen dies nicht leicht. Aber sie machen es gleichzeitig immer dringender und notwendiger.

Ich wünsche Dir von Herzen den Mut, Deine Gesundheit (ggf. zurück) in Deine ganz eigene Verantwortung zu nehmen, und auf diesem Weg wundervolle heilsame und verbindende Erfahrungen.

Namasté!
Thomas


Fußnoten
  1. vgl. https://www.apotheken-umschau.de/gesundheitspolitik/kommentar-warum-die-krankenkassen-homoeopathie-nicht-bezahlen-sollten-1053549.html und https://taz.de/Entscheidung-auf-dem-Bundesparteitag/!6133502/ []
  2. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/G/GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz_Kabinett.pdf []
  3. vgl. ebd., S. 11 und 14 []
  4. vgl. https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2024/_01/_27/Petition_162857.nc.html, https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw23-pa-petitionen-homoeopathie-1004130 und https://www.uni-wh.de/wahlfreiheit-fuer-homoeopathie-in-der-medizinischen-versorgung-bleibt []
  5. vgl. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/G/GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz_Kabinett.pdf, S. 81 []
  6. Stand 2025, vgl. https://www.vdek.com/presse/daten/d_versorgung_leistungsausgaben.html, Prozentsatz eigene Berechnung []
  7. https://www.weils-hilft.de/kampagne/gkv-reform-2026 []
  8. https://www.vdek.com/presse/daten/d_versorgung_leistungsausgaben.html, vorläufige Rechenergebnisse []
  9. https://www.vdek.com/content/dam/vdeksite/vdek/daten/d_versorgung_leistungsausgaben/gkv_leistungsausgaben_insgesamt_mrd_eur_aenderung_prozent_2020_2025_vorlaeufig.jpg []
  10. vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Apotheken_Umschau []
  11. vgl. https://www.apotheken-umschau.de/gesundheitspolitik/kommentar-warum-die-krankenkassen-homoeopathie-nicht-bezahlen-sollten-1053549.html []
  12. ebd. []
  13. https://www.quarks.de/podcast/quarks-science-cops-der-fall-kinesiologie/ []
  14. Interessant ist hier, dass der dritte potenzielle Autor, Marius Penzel, der eine Ausbildung als Apotheker aufweist, nicht an dieser Podcast-Episode beteiligt ist. []
  15. vgl. hierzu meinen Artikel Gesundheit!, in dem ich mein Verständnis von Heilung darlege[]
  16. https://www.quarks.de/podcast/quarks-science-cops-der-fall-kinesiologie/ []
  17. wörtlich zitiert aus dem o. g. Podcast, 1:18 []
  18. wörtlich zitiert aus dem o. g. Podcast, 8:55 – 9:32 []
  19. zit. aus dem Text unter https://www.quarks.de/podcast/quarks-science-cops-der-fall-kinesiologie/ []
  20. vgl. Folgenübersicht unter https://www.ardsounds.de/sendung/quarks-science-cops/urn:ard:show:1206284d313f6dc0/ []
  21. vgl. auch hierzu meinen Artikel Gesundheit!, in dem ich mein Verständnis von Heilung darlege. []
  22. gemeint sind hiermit ausdrücklich z. B. nicht die etwa 7000 Ärztinnen und Ärzte, die (sic!) die „Zusatzbezeichnung Homöopathie“ tragen, vgl. Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) (Hrsg.): DAS IST HOMÖOPATHIE. Hintergrund, Therapie, Erstattung, o. J. (vermutlich 2019), S. 2, online unter https://www.dzvhae.de/neu_2020/wp-content/uploads/2024/08/LF_Bros_Hom_09_19_final.pdf []
  23. vgl. dazu meinen Beitrag Staub und Phantasie[]
  24. Institut für Demoskopie Allensbach (Hrsg.): Homöopathie: Nutzung und Wertschätzung in der Bevölkerung. Allensbacher Kurzbericht / März 2023, S. 3, online unter https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/IfD/sonstige_pdfs/2023_03_15_Pressemitteilung_Homoeopathie.pdf. Bitte beachte hier die fragwürdige Formulierung der Antwortvorgabe „nicht immer geholfen“, der sowohl positiv formuliert als auch differenzierter hätte erfragt werden können. []
  25. ebd., S. 4, Details siehe Abb. []
  26. vgl. ebd, S. 8 []
  27. siehe z. B. Sandy Edwards: Spiritual Healing in Hospitals and Clinics. Scientific Evidence that Energy Medicine Promotes Speedy Recovery and Positive Outcomes, Rochester (Findhorn Press) 2021 []
  28. vgl. https://www.arthurfindlaycollege.org/courses/ []
  29. https://www.weils-hilft.de/kampagne/gesundheitsreform []
  30. https://www.gesundheit-aktiv.de/verein/wer-wir-sind []
  31. https://www.weils-hilft.de/ueber-weils-hilft/gesundheitswende []